FY!


ich mag es,

die namen von songs zu finden, die ich schon ewig kenne, unglaublich gut finde, aber immer nur zufällig irgendwo gehört habe…

hier einige beispiele aus den letzten zwei jahren:





wir glauben alle an karl marx…

Die Mauer muss wieder her!

Realsozialismus
Der Sozialismus, in dem alles real war – außer dem Sozialismus (1)

„Geh doch nach drüben!“
Diese Aufforderung bekamen Personen, die zu Zeiten des Kalten Krieges die BRD kritisierten, früher oder später an den Kopf geknallt. Auch heute wird bei einer grundsätzlichen Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen gerne auf den sogenannten Realsozialismus in der DDR und den anderen Ostblockstaaten verwiesen – und mit dessen Scheitern die vermeintliche Alternativlosigkeit des Kapitalismus „bewiesen“. „Seht her“, so der Tenor, „der Kapitalismus ist vielleicht nicht wahnsinnig toll, aber alle anderen Versuche, das menschliche Zusammenleben zu regeln, münden unweigerlich in einem Terrorregime.“

Dass wir das für ausgemachten Humbug halten, ist klar. Klar ist aber auch, dass wir auf der Suche nach Alternativen zum Kapitalismus um eine Auseinandersetzung mit dem, was dereinst sowohl von seinen Gegner_innen im Westen als auch von seinen Träger_innen im Osten als „Kommunismus“ oder „real existierenden Sozialismus“ bezeichnet wurde, nicht herumkommen. Hierbei geht es uns jedoch nicht darum, die Suche nach einer grundlegend anderen, solidarischen Gesellschaft zu diskreditieren oder gar den Nationalsozialismus mit den Ostblockstaaten gleichzusetzen – wie es mit dem Gerede von „zwei Diktaturen im Deutschland des 20. Jahrhunderts“ immer wieder versucht wird. Vielmehr wollen wir zeigen, dass unsere Vorstellung einer kommunistischen Gesellschaft mit den ehemaligen Diktaturen im Osten ziemlich wenig gemein hat.

Doch was war er eigentlich, dieser „real existierende Sozialismus“? Nach Darstellung seiner Machthaber_innen machten sich hier Menschen auf den Weg, eine klassen- und herrschaftslose Gesellschaft zu errichten. Da eben diese klassenlose Gesellschaft – der Kommunismus – ganz offensichtlich noch nicht erreicht war, bezeichneten sie ihre Staaten als „real existierenden Sozialismus“.

„Realsozialismus“ I: Diktatur über statt Diktatur des Proletariats
Karl Marx spricht in seinen Überlegungen zum Übergang kapitalistischer in kommunistische Systeme von einer Periode der „Diktatur des Proletariats“. In dieser müssen die nun an die Macht gekommenen Proletarier_innen die Revolution gegen die entmachtete politische Klasse verteidigen. Nach der Bannung dieser Gefahr würden die hierzu aufgebauten Institutionen, wie Staats- und Militärapparat, absterben, da sie schlicht nicht mehr gebraucht werden.

Auf eben diese „Diktatur des Proletariats“ beriefen sich die Machthaber_innen der Ostblockstaaten, um ihre Herrschaftsinstrumente und die Machtstrukturen ideologisch zu begründen. Tatsächlich kehrte sich der Anspruch einer breiten Selbstbestimmung der arbeitenden Menschen in sein absolutes Gegenteil um – die Diktatur der Parteibürokratie über die große Mehrheit der Bevölkerung.

Mit der Oktoberrevolution im Jahr 1917 übernahm der bolschewistische Teil der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei unter Führung Lenins die Regierungsmacht. Direkt danach bauten die Menschen erst einmal auch wirkliche Selbstbestimmung der Bevölkerung auf. Diese war z. B. daran erkennbar, dass die Arbeiter_innen in ihren Betrieben die Produktion gemeinsam planten. Davor hatten sie immer die von oben verordneten Maßnahmen umsetzen müssen.

Diese erfreuliche Phase währte jedoch nur kurz. Durch die bereits unter Lenin begonnene und unter Stalin auf die Spitze getriebene Diktatur eines kleinen Parteizirkels war dies schnell wieder beendet. Nach Stalins Tod wurde der extreme Kult um seine Person und um die sowjetische Führung zwar aufgegeben, es begann die Phase der „Entstalinisierung“. Auch gab es eine Aufarbeitung staatlicher Verbrechen. Die autoritäre Herrschaft einer Parteibürokratie über die Bevölkerung und die breite Kontrolle fast aller Lebensbereiche der Menschen zog sich jedoch weiterhin durch alle Länder des Ostblocks.

„Realsozialismus“ II: Befreiung durch statt Befreiung von Arbeit
Die Länder des Ostblocks versprachen ihren Bewohner_innen eine Wirtschaftsweise, die ohne Massenarbeitslosigkeit, Konkurrenzprinzip und Ausbeutung auskommen sollte. Tatsächlich entwickelte sich in den Ländern des Ostblocks jedoch keine kommunistische Wirtschaftsweise. Es gab keinen grundlegenden Bruch mit den Prinzipien, welche die Wirtschaft im Kapitalismus bestimmen.

Vielmehr ahmten die dortigen Machthaber_innen den Kapitalismus und seine Mechanismen nach. Im Prinzip tauschten sie einfach das Firmenschild „Aktiengesellschaft“ durch „Volkseigener Betrieb“ aus. Kapitalistische Produktionskriterien wie Tausch, Geld, Lohn und Profit wurden dagegen nicht in Frage gestellt. Dies ist zum Beispiel daran ersichtlich, dass auch die realsozialistischen Staaten in Konkurrenz zueinander standen und weltweit selbst mit kriegerischen Mitteln um Einflussgebiete kämpften. In einer kommunistischen Gesellschaft hätte es aber keine Konkurrenz geben können, weil die Menschen einfach soviel produzieren, wie sie wirklich benötigen.

Im tagtäglichen Leben des „Realsozialismus“ äußerte sich diese Entwicklung unter anderem darin, dass ein regelrechter „Arbeitsfetischismus“ herrschte. Viele arbeiteten nur, um den Reichtum des Staates und nicht den der Bevölkerung zu vergrößern. Andere mussten weitgehend sinnloser oder überflüssiger Arbeit nachgehen, um „Vollbeschäftigung“ vorzutäuschen. Arbeit war also kein notwendiges Übel, das nur soviel ausgeübt wird wie wirklich nötig. Die Menschen sollten soviel arbeiten wie vorher im Kapitalismus.

„Realsozialismus“ III. Musste das alles schief laufen?
Viele wenden auf Kritik an den ehemaligen Diktaturen des Otens ein, dass diese unter erheblichen Schwierigkeiten entstanden seien. Sie hätten schwierigere „Startbedingungen“ als ihre Konkurrenz im Westen gehabt.

In der Tat: Die russische Oktoberrevolution stand unter dem Druck der weiterhin kapitalistischen Mächte Europas. Der Westen unterstützte dabei auch so viel wie möglich die inneren Feinde – die „weißen“ konterrevolutionären Gruppen. Gerade das sich wenige Jahre später formierende Nazideutschland übte erheblichen Druck auf die Sowjetführung aus. Die Industrialisierung musste auch um den Preis vieler menschlicher Opfer weiter vorangetrieben werden, um das Land gegen einen zu erwartenden Angriff zu wappnen.

Auch die Gründungsvoraussetzungen der DDR waren alles andere als optimal. Die wirtschaftliche Situation war infolge des Dritten Reichs katastrophal. Hinzu kamen ungleich höhere Reparationszahlungen als in Westdeutschland. Zudem musste die DDR mit der BRD als westlichem Nachbarn konkurrieren. Hierdurch wurde sie in einen Wettlauf um die „glänzenderen“ Produkte gezwungen, den sie nicht gewinnen konnte.

All diese Erklärungen haben einen wahren Kern. Dennoch übersehen sie, dass sich Revolutionen eigentlich immer unter sehr schwierigen Bedingungen entfalten. Die unter diesen Umständen gestaltete Politik muss aber mit diesen Hindernissen vernünftig umgehen können. Auch in den damaligen kommunistischen Parteien gab es den erklärten Anspruch, eine befreite Gesellschaft als freien Zusammenschluss der Individuen zu schaffen. Der „real existierende Sozialismus“ ist bei nüchterner Betrachtung an diesem eigenen Anspruch eindeutig gescheitert.

Der Hinweis auf die widrigen Umstände sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Herrschaftsstrukturen im Realsozialismus zum erheblichen Teil in der bolschewistischen Ideologie Lenins fest verankert waren. Der „demokratische Zentralismus“ musste zwar nicht zwangsläufig zum Stalinismus führen. Tatsächlich bedeutete Lenins „Partei neuen Typs“ in der Praxis jedoch eine autoritäre Herrschaft von Berufsrevolutionär_innen über ihre Basis. Dies zeigte sich zum Beispiel darin, dass selbst eine innerparteiliche Opposition nicht zugelassen wurde und die Basis an Entscheidungen der Parteiführung streng gebunden war.

Was nun?
Ja, auch wenn unsere Gründe, sich mit dem Realsozialismus auseinanderzusetzen, gänzlich andere als diejenigen des politischen Mainstreams sind, war er aus unserer Sicht eine ziemliche Katastrophe. Daraus die Lehre zu ziehen, dass es sich nicht lohnt, nach Systemalternativen zu suchen, wäre allerdings töricht. Denn der Kapitalismus, in dem wir leben, bedeutet kontinuierlichen Terror. Dieser Terror äußert sich in Kriegen, Armut und Unterdrückung in sog. „Entwicklungsländern“ und zunehmend auch in den kapitalistischen Metropolen. Er führt uns so die Notwendigkeit einer Alternative tagtäglich vor Augen.

1. Geklaut von Rudi Dutschke: „In der DDR ist alles real, bloß nicht der Sozialismus; in der BRD ist alles real, bloß nicht ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘.“

Aus der Straßen aus Zucker #2.


heute abend!

hate germany #10


I‘ve gotta feeling…

that tonight’s gonna be a good night

freitag, 18.september ab 23.00 uhr im ://about blank club:

12 stunden
love techno – hate germany (berlin)
vs. dance against (hamburg)
feat. frau gorbatschowa (hamburg)
@ ://about blank (ostkreuz)

dj_anes:
jean ferré (barfuss/berlin)
anja zaube (brothers in music/berlin)
&
richie hocktin & mono me (frau gorbatschowa/hamburg)
martin gruen und der dom (frau gorbatschowa/hamburg)

mit ole hürsch als warmup-dj und jeder menge kleiner überraschungen…

lt vs da

jetzt aber los…

lthg8

nobody said it was easy

no one ever said it would be so hard


Tell you I need you

Questions of science
Science and progress
Do not speak as loud as my heart

Oh tell me you love me
Come back and haunt me
Oh and I rush to the start

I’m going back to the start

jetzt…

möchte ich gerne zu dieser musik mit dem auto bei sonnenschein durch berlin fahren!
…ich habe zwar kein auto und auch die verdammte sonne scheint nicht,aber es heißt ja nicht umsonst „walking on a dream“


wir haben es zu erst entdeckt!

love techno – hate germany #6

heute: love techno – hate germany #6
#6


ein kompliment